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ASB in Mecklenburg-Vorpommern startet landesweite Initiative "MV SCHOCKT"

(05. September 2018, Mecklenburg-Vorpommern)

Mathias Wähner (links, Geschäftsführer ASB-Landesverband MV) und Projektleiterin Isabel Ettrich präsentieren die neue MV SCHOCKT-App.

An diesem Mittwoch hat der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Mecklenburg-Vorpommern seine landesweite Aufklärungsinitiative MV SCHOCKT und die gleichnamige Smartphone-App zur verbesserten Ersten Hilfe in Herznotfallsituationen präsentiert. Im Vereinszentrum des ASB Regionalverbandes Warnow-Trebeltal e.V. wurde für die anwesenden Pressevertreter, Samariterinnen und Samariter sowie weitere geladene Gäste die Bedeutung des Themas hervorgehoben und im Rahmen einer simulierten Wiederbelebung gezeigt: Helfen ist kinderleicht.

Dummerstorf, 05.09.2018 - Ein Griff an die Brust, die Beine geben nach, das Herz versagt:
Jeder von uns kann jederzeit in die Situation kommen, den akuten Herzanfall eines Verwandten, Freundes, Nachbarn oder auch unbekannten Passanten mitzuerleben. Allein in Mecklenburg-Vorpommern erleiden mehrere tausend Menschen im Jahr einen plötzlichen Herzstillstand. Rund 3.200 von ihnen überleben nicht. Denn kaum jemand weiß, wie er sich in einer solchen Situation zu verhalten hat.
Mit der Initiative MV SCHOCKT will der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Mecklenburg-Vorpommern über die Sofortmaßnahmen im plötzlichen Herznotfall aufklären und das Thema Erste Hilfe wieder in den öffentlichen Diskurs tragen. MV SCHOCKT hat sich zum Ziel gesetzt, die Bereitschaft zur Soforthilfe zu stärken und die Angst vor dem Helfen zu nehmen.

Bis die Rettungskräfte vor Ort sind, spielen Laien in der Wiederbelebung die lebenswichtige Rolle. Durch ihr schnelles Handeln ist ein Überleben ohne Folgeschäden möglich. Die Überlebenschancen steigen sogar um bis zu 70 Prozent, wenn eine Herzdruckmassage erfolgt und im Idealfall ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) zum Einsatz kommt. Über gesamt Mecklenburg-Vorpommern sind zahlreiche dieser AED-Geräte verteilt, die die Wiederbelebungsmaßnahmen am Betroffenen aktiv unterstützen. Nach dem Anlegen der Klebeelektroden analysiert eine Software im Defibrillator den Herzrhythmus und weist den Ersthelfer zu einzelnen Schritten an. Weil AED-Geräte im Notfall die Regie übernehmen, können auch Laien - sogar Kinder - mit ihnen wertvolle Hilfe leisten. Helfen wird somit kinderleicht. Das große Problem allerdings bleibt: Die Standorte der AED-Geräte sind weder allgemein bekannt noch öffentlich einsehbar. Bis jetzt.

Der Arbeiter-Samariter-Bund in Mecklenburg-Vorpommern hat sich zur Aufgabe gemacht, sämtliche automatisierte externe Defibrillatoren im Land in einer eigens dafür entwickelten Datenbank zu registrieren, damit im Notfall sofort der nächstgelegene kleine Lebensretter gefunden werden kann.
Auf diese Datenbank kann heutzutage beinahe jeder zu jeder Zeit zugreifen. Den Kern von MV SCHOCKT bildet nämlich die gleichnamige Smartphone-App, die viele Vorteile beinhaltet.

Die Vorteile der App im Überblick:

  • Kurzdarstellung der lebensrettenden Sofortmaßnahmen bei einem Herznotfall
  • Notruf-Funktion mit Live-Standortanzeige
  • AED-Datenbank mit automatischer Anzeige des nächstgelegenen AED-Gerätes
  • ASB SCHOCKT deutschlandweit: AED-Datenbank funktioniert in vielen weiteren Städten und Bundesländern

Damit MV SCHOCKT tatsächlich viele Leben retten kann, ist es wichtig, eine größtmögliche AED-Dichte herzustellen. Je mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern dabei helfen, AED-Standorte im Land zu erfassen und die App herunterladen, desto sicherer wird es für sie.

Wir freuen uns, dass wir im Zuge der Bekanntmachung dieser wichtigen Initiative Christian Pegel, Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, als Schirmherren für MV SCHOCKT gewinnen konnten: „Diese App kann Leben retten. Sie zeigt aber auch, dass Digitalisierung nicht ohne Zutun des Menschen funktioniert und schon gar nicht sein Handeln ersetzt. Die App nützt nur, wenn die potenziellen Ersthelfer bereit sind, im Notfall einzugreifen. Und die Datenbank muss mit den ‚Defi‘-Standorten gefüttert werden. Ich appelliere daher an jede und jeden von Ihnen: Laden Sie die kostenlose App herunter. Melden Sie darüber die Defibrillatoren in Ihrer Nähe. Falls keine Zeit für eine Auffrischung Ihres Erste-Hilfe-Kurses bleibt, schauen Sie sich die Basismaßnahmen zur Wiederbelebung in der App an. Und vor allem: Sollte ein Mensch in Ihrer Nähe Hilfe brauchen – helfen Sie. Ohne Angst davor, Fehler zu machen. Genau dabei hilft Ihnen MV SCHOCKT.“

Alle Detailinformationen zur App inklusive Registrierung der AED-Geräte erhalten Sie auf der Webseite www.mv-schockt.de, per E-Mail unter info@mv-schockt.de oder auch telefonisch unter (038206) 741400.

MV SCHOCKT rettet Leben - machen Sie mit!


PS: Seit 2013 zieht die „SCHOCKT-Initiative“, die vom ASB-Landesverband Hamburg e.V. gestartet wurde, immer weitere Kreise. Der ASB SCHOCKT mittlerweile flächendeckend in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Leipzig, Lüneburg, KasselSchleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern.

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