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ASB-Wasserrettung Koserow zieht positive Zwischenbilanz: „Die Gäste sind einsichtiger geworden.“

(13. August 2018, Koserow)

Fotos (3): ASB / Hannibal

Wachleiter Daniel Heldt setzt auf eingeschworenes Team und Vernunft der Urlauber

Azurblauer Himmel, strahlende Sonne und rund 30 Grad Celsius auf der Insel Usedom – beste Voraussetzungen für den perfekten Badetag im Ostseebad Koserow (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Daniel Heldt schaut mit einem Fernglas vom Wasserrettungsturm aus über den Strand und die Ostsee – er nickt zufrieden: alles in bester Ordnung. „Im Vergleich zu den vergangenen Jahren sind die Urlauber deutlich vernünftiger und einsichtiger geworden – unsere Arbeit wird respektiert“, zieht der Leiter der Wasserrettungswache des Arbeiter-Samariter-Bundes Regionalverband Greifswald-Vorpommern (ASB) eine erste positive Zwischenbilanz des Jahrhundert-Sommers.

Der 28-Jährige setzt auf Kommunikation – sowohl mit den Urlaubern als auch im Team. Insgesamt 13 Wasserretter (11 Männer und zwei Frauen) sorgen für die Sicherheit am Koserower Strand – täglich zwischen neun und 18 Uhr. „Wir sprechen viel und erklären gern, warum wir welche Entscheidung getroffen haben“, betont Daniel Heldt.

Bisher mussten die ASB-Wasserretter in dieser Saison zu rund 20 größeren Einsätzen ausrücken. Eine Person musste reanimiert werden. „Bei den derzeit hohen Temperaturen klagen die Badegäste zumeist über Kreislaufprobleme“, berichtet Daniel Heldt. „Kleinere Blessuren versorgen wir selbst – ein eingezogener Splitter im Fuß wird schnell behandelt. Für die Kinder haben wir ein paar Gummibären parat – für ihre Tapferkeit.“

Seit vergangenem Jahr verfügt das Ostseebad Koserow über einen neuen, modernen Haupt-Rettungsturm – direkt neben der Seebrücke. Dazu gibt es drei Außentürme. „Wir beobachten hier einen Strandabschnitt von rund vier Kilometer Länge“, erklärt der zweifache Familienvater Daniel Heldt, dessen Frau Isabelle (24) ebenfalls als Rettungsschwimmerin tätig ist. Den Kindern Noah (3) und Jonah (2) gefällt das bestens – sie genießen derweil den Urlaub am Strand.

Technisch ist die ASB-Wasserrettung Koserow gut ausgerüstet, meint der Wachleiter: „Wir verfügen über ein Boot, einen Jetski, ein geländefähiges Quad mit sechs Rädern sowie über Rettungsbretter – das passt. Einzig ein zweiter Defibrillator wäre noch wünschenswert.“

Die ASB-Wasserretter sind jedoch nicht nur auf der Ostsee oder am Strand gern gesehene Helfer – zuletzt sicherten sie den Volkstriathlon in Koserow ab. „Das hat alles bestens funktioniert – zwei Sportler brauchten ein bisschen Kühlung, sonst gab es keine Einsätze für unser Team“, meint Daniel Heldt. Ein großes Dankeschön gab es unterdessen von der Kurverwaltung Koserow für die ASB-Wasserretter. Veranstaltungs-Leiterin Elke Podhorska: „Das hat alles super geklappt. Wir können uns auf die Männer und Frauen blind verlassen – sie sind freundlich, nett und kompetent.“

Dieses Kompliment ehrt Daniel Heldt sehr: „Das Team zählt: Wir sind wie eine große Familie – bei allem Ernst unserer Arbeit kommt der Spaß nie zu kurz. Am Abend wird oft zusammen gegessen. Zuletzt haben wir einen Burger-Abend veranstaltet. Als Dank für unsere Arbeit hat die Gemeinde Koserow die Zutaten dafür gesponsert.“

Die ASB-Wasserretter kommen aus ganz Deutschland sowie Polen nach Koserow. David Stelzig (18) wohnt in Riesa (Sachsen): „Im vergangenen Jahr war ich das erste Mal als Rettungsschwimmer in Koserow. Ich wollte es einmal ausprobieren – und war sofort begeistert. Für mich stand schnell fest: Diesen Sommer verbringe ich wieder als Rettungsschwimmer in Koserow.“ Ähnlich sieht es Patrick Bahner (20). „Ich bin an der Küste aufgewachsen – für mich gehört das Rettungsschwimmen einfach dazu. Und klar: Die Gemeinschaft hier in Koserow ist einfach überragend.“

Bei diesen Worten lächelt Wachleiter Daniel Heldt zufrieden und blickt auf sein Handy. „Ich schaue mir den detaillierten Wetterbericht an, um abzuschätzen, welche Wellenstärke wir in den kommenden Stunden zu erwarten haben“, erzählt er. „Die Wellen sind aber nicht das größte Risiko – vielmehr sind die Strömungsverhältnisse entscheidend. Wenn wir meinen, dass das Baden zu gefährlich wird, hissen wir die rote Flagge für das Badeverbot – und das wird von immer mehr Urlaubern anstandslos respektiert.“ In dieser Saison mussten die ASB-Wasserretter erst fünfmal diese Maßnahme ergreifen. „Wenn wir das tun, haben wir gute Gründe.“

Daniel Heldt greift wieder zu seinem Fernglas und beobachtet aufmerksam den Strand und die Schwimmer auf der Ostsee – alles ist friedlich und ruhig: beste Voraussetzungen also für den perfekten Badetag im Ostseebad Koserow.

Kontakt für Interessenten, die der ASB-Wasserrettung im Ostseebad Koserow auf der Insel Usedom beitreten möchten: E-Mail wasserrettungsdienst@asb-rv-vg.de

Mehr Informationen über den Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Vorpommern-Greifswald: www.asb-rv-vg.de

Text: Karsten Lehmann / ASB Regionalverband Vorpommern-Greifswald

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