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ASJ gibt wachSam-Seminar gegen sexualisierte Gewalt

(23. November 2018, Rostock)

FSJlerin Sina fühlt sich nun gut auf zukünftige Workshops mit Kindern und Jugendlichen vorbereitet. Auch sie ist eine "wache Samariterin".

Kinder stark und sicher machen

Wie geht man mit Kindern und Jugendlichen um, die Opfer sexualisierter Gewalt sind? Gibt es Signale oder bestimmte Verhaltensweisen von Betroffenen, die auch Außenstehende erkennen können, um schützend einzugreifen? Und: Liegen vielleicht sogar eigene Erfahrungen zu diesem Thema vor, das in Anbetracht zahlreicher bestürzender Statistiken zu häuslicher Gewalt aktueller denn je ist?
Mit diesen und weiteren sehr intimen, aber dringend zu besprechenden Fragen beschäftigte sich die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag im Kinder- und Jugendzentrum "Schiene" im Rostocker Stadtteil Schmarl.
Jugendbildungsreferentin und ASJ MV-Verantwortliche Stephanie Klose und Sina Krannich, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr bei der ASJ MV absolviert, gaben den jetzigen Bundesfreiwilligendienstleistenden der ASB Kinder- und Jugendhilfe ein Seminar gegen sexualisierte Gewalt: Es heißt "wachSam".

Mit dem Präventionskonzept haben der ASB und die ASJ ein Selbstverständnis entworfen, das Kinder und Jugendliche durch Nähe und Vertrauen stark und weniger angreifbar macht. Darüber hinaus werden in Seminaren deutschlandweit "wache Samariter" geschult, die unterschwellige Signale und zuordenbare Verhaltensweisen erkennen sollen, um Opfern schneller helfen zu können. Dieses Erkennen und Eingreifen obliegt letztlich längst nicht nur Pädagogen, sondern allen Menschen, die bei Anzeichen sexualisierter Gewalt wachsam sind.

Zum jüngsten Kurs der ASJ MV waren deshalb BFDler der ASB Kinder- und Jugendhilfe Rostock eingeladen, die ihren Freiwilligendienst in vollkommen unterschiedlichen Bereichen absolvieren. Die Teilnehmer im Alter von 17 bis 59 Jahren sind tagtäglich in Wohngruppen, Kindertagesstätten, Kindernotdienst, Haustechnik, Küche und Jugendclub aktiv.
Neben Zahlen, Fakten und Begriffsbestimmungen ging es vorrangig um Gefährdungsanalysen, Tätervorgehen und das richtige Handeln im Verdachtsfall.

"Sexualisierte Gewalt ist ein hartes und brisantes Thema, über das gesprochen werden muss. Mit dem wachSam-Konzept wollen wir Menschen dafür sensibilisieren, versteckte Hilferufe und Warnsignale deutlicher wahrzunehmen, um Betroffene und potenzielle Opfer gleichermaßen behutsam und vertrauensvoll zu schützen. Wenn wir stets aufeinander Acht geben, können wir Kinder und Jugendliche besser vor diesen schlimmen Taten bewahren", erklärt Stephanie Klose und ergänzt: "Erfahrungsausstausche wie heute sind für alle Teilnehmer bereichernd, weil einerseits über selbst Gesehenes und Erlebtes geredet werden kann und andererseits der Mix aus den unterschiedlichen Arbeitsumfeldern und Altersgruppen neue Blickwinkel ermöglicht."

Weitere Informationen über das Präventionskonzept wachSam finden Sie auf www.asj.de.

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