ASB-Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.
 
ASB LV Mecklenburg-Vorpommern

Drohnenvorführung für Kriminaldauerdienst Schwerin

(18. Oktober 2019, Malchow)

Bild 1: Tobias Lankow, Geschäftsführer des ASB Kreisverbandes Bad Doberan e.V., ist einer von aktuell vier Drohnenpiloten beim ASB in Bad Doberan.

Dieses Team behält die Übersicht


Die Rotorblätter laufen warm, ein hohes Surren ertönt, dann hebt sie ab und ist weg. Eben noch stand die neue Drohne des ASB Kreisverbandes Bad Doberan e.V. auf ihrer Landefläche im Innenhof der Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz in Malchow, jetzt ist sie auf und davon. Nach wenigen Sekunden weist lediglich ein kleiner schwarzer Punkt am Himmel auf ihren Standort hin. Die Frauen und Männer des Kriminaldauerdienstes (KDD) Schwerin verfolgen das Abheben mit großem Interesse. Abwechselnd geht ihr Blick nach oben und dann wieder zur Seite in Richtung des Zentralwagens des ASB, in dem die Technik für die Drohne aufgebaut und angeschlossen ist. Auf einem Bildschirm im Inneren des T6-Busses sehen sie die Livebilder der Drohnenkamera, die gerade ein Gebiet von mehreren hundert Metern Durchmesser über dem Schulgelände und dem Flesensee sowie dem Malchower See annähernd gestochen scharf darstellt. Erstaunlich dabei: Selbst aus über 70 Meter Höhe kann man im Uferbereich beider Seen teilweise bis auf den Grund schauen. Die Technik gibt es her.

Per Knopfdruck macht sich die Drohne nach einer Viertelstunde über den Wolken schließlich wieder auf den Weg zurück zum Startplatz, richtet sich kurz aus und landet einen Moment später kerzengerade vor den Füßen von Tobias Lankow. Für den Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes in Bad Doberan und seinen Mitarbeiter Michael Heiden, ebenfalls ausgebildeter Drohnenpilot und Teil des ehrenamtlichen Katastrophenschutz-Teams der Doberaner Samariter, geht es an diesem Donnerstag in Malchow darum, das Drohnenprojekt des Kreisverbandes vorzustellen. Genauer: Die Einsatzmöglichkeiten einer Drohne zu demonstrieren. Das war die Bitte des KDD Schwerin, der im Rahmen eines Lehrgangs an der Landesschule zu Gast war und sich für die Vorführung ein knapp eineinhalbstündiges Zeitfenster offen gelassen hatte. Die Zeit füllen die beiden mit einem Mix aus Theorie und Praxis. Denn ohne das Eine geht das Andere nicht. Beim Einsatz einer Drohne müssen viele Dinge beachtet werden - beispielsweise wo so ein ferngesteuerter Flugkörper überhaupt eingesetzt werden darf, bei welchen Witterungsverhältnissen eine Drohne nicht abheben sollte (Regen, Schnee, Sturm) und ab welcher Gewichtsklasse es nicht mehr reicht, nur in das Gerät eingewiesen zu sein, sondern ein offizieller Drohnenführerschein benötigt wird.

Tobias Lankow und Michael Heiden sind zwei von aktuell vier offiziellen Drohnenpiloten im Dienst des ASB KV Bad Doberan e.V. und zuverlässig im Handling ihrer Drohne. Damit bereichern sie nicht nur den Sanitätszug, den die Doberaner mit der Ambulanz Millich bilden und führen, sondern unterstützen auch die Feuerwehr und die Polizei bei deren Arbeit. Das unterstreichen die Einsatzmöglichkeiten, die Lankow und Heiden dem Kriminaldauerdienst vorstellen. So kann mittels Drohne aus der Luft heraus eine neue Form der Lageeinschätzung bei einem Massenanfall von Verletzten oder (Wald-)Bränden erfolgen. Und sie stellt eine besonders geeignete Unterstützung bei der Suche nach vermissten Personen dar - bzw. im Falle der Polizei auch bei der Suche nach Personen auf der Flucht und zur Einschätzung weiterer Gefahrenlagen. Dafür hat der Hexacopter des ASB unter anderem eine Wärmebildkamera mit an Bord. Neben den sechs Rotoren sind zudem LED-Lampen in unterschiedlichen Farben angebracht, die bei Dämmerung und Nacht eine bessere Orientierung beim Verfolgen der Flugrichtung geben. Lässt es die Witterung zu, kann die Drohne des ASB rund um die Uhr eingesetzt werden. Bei Tag und bei Nacht.

Der ASB - das machen die Samariterinnen und Samariter des Kreisverbandes in Bad Doberan mit ihrem Drohnenprojekt deutlich - hilft schließlich hier und jetzt.

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