ASB-Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.
 
ASB LV Mecklenburg-Vorpommern

Mehr als ein halbes Leben beim ASB

(01. März 2020, Boizenburg)

Geschäftsführer Michael Schilling (links) und Personalchefin Sandra Ahrens vor dem ASB-Graffiti in Boizenburg.

Michael Schilling ist Samariter durch und durch


Im März 1991 fing für ihn alles an. In seinen mittlerweile 29 Jahren beim ASB hat Michael Schilling längst alles gesehen und noch mehr erlebt. Doch fertig ist der heutige Hauptgeschäftsführer der ASB Ortsverbände Boizenburg/Grabow und Hagenow/Ludwigslust noch lange nicht bei der Hilfsorganisation, der er nach wie vor den Großteil seines Lebens widmet. Im Gegenteil: Er hat noch viele Pläne mit seinen Samaritern.

Die Gründung des damaligen ASB Ortsverbandes Boizenburg e.V. lag erst ein halbes Jahr zurück, als Michael Schilling auf Anraten von Vereinsgründer Erhard Wermter, seinem Vorgänger in der Geschäftsführung, den Schritt zum Arbeiter-Samariter-Bund wagte. Gemeinsam mit Andreas Seel, der wie Schilling dem ASB in Südwestmecklenburg bis heute treu geblieben ist, und zunächst nur ganz wenigen weiteren Kollegen, etablierte er einen eigenen Rettungsdienst und eine Erste-Hilfe-Ausbildung in der Stadt an der Elbe. „In der ersten Zeit gab es für uns keine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit. Andreas (Seel, Anm. d. Red.) und ich haben die ersten Plakate allesamt selbst aufgehängt und Monate lang nicht ans Geld gedacht, sondern uns ehrenamtlich für den ASB aufgerieben. Wir wollten es unbedingt schaffen, hier etwas aufzubauen“, erinnert sich Schilling an seinen Beginn zurück. Er ließ sich vom anfänglichen Rettungssanitäter zum (Lehr-)Rettungsassistenten und schließlich zur organisatorischen Leitung des Rettungsdienstes aus- und weiterbilden. Vier Jahre nach seinem Einstieg machte ihn Wermter zum Leiter des Rettungsdienstes des ASB OV Boizenburg. ehe er 2004 das Kommando der auf sein Zutun hin neu entstandenen ASB Rettungsdienst gGmbH Südwestmecklenburg übernahm. Dem Zusammenschluss der ASB Rettungsdienste aus Boizenburg, Hagenow und Ludwigslust verlieh er in Folge genauso Flügel wie dem mittlerweile überregional agierenden Sanitätsdienst und dem EH-Ausbildungsbereich. Und dann, nur Monate später, musste sich der heute 54-Jährige die entscheidende Frage stellen: „Machst du es oder machst du es nicht?“ Der plötzliche und schmerzhafte Verlust Erhard Wermters war ein Schock für die Samariter in Boizenburg und der gesamten Region. Doch Wermter, ein Mann mit Weitblick, hatte seinen Nachfolger zu diesem Zeitpunkt schon längst auserkoren: Michael Schilling. Deshalb gab es auf die Frage auch nur eine mögliche Antwort. Er machte es.

Neben der Rettungsdienst gGmbH war er von nun an auch Geschäftsführer der ASB Gesellschaft für stationäre und soziale Einrichtungen mbH Boizenburg und des Ortsverbandes Boizenburg e.V. Zu seinem Steckenpferd, dem Rettungsdienst, kamen auf einen Schlag alle weiteren Themen und Leistungen des Verbandes hinzu: „Es macht Spaß, sich in diese Bereiche hineinzuarbeiten, auch wenn das Delegieren, Strukturieren und Leiten mit den neuen Anforderungen einen noch wichtigeren Stellenwert bekommen haben. Doch solange man für etwas brennt, kann man alles schaffen. Das Allerwichtigste sind aber gute Fachbereichsleitungen und engagierte Mitarbeitende - und die haben wir hier bei uns.“



Und bei uns bedeutet heute auch in Grabow, Hagenow und Ludwigslust. Nach einem Hilferuf aus dem Nachbarverband in Grabow im Jahr 2007 springt Schilling mit seinem Ortsverband in die Bresche. 2010 kommt es zur Fusion. Wenn seine Vision aufgeht, war es nicht die letzte. Seit rund einem Jahr leitet der 54-Jährige neben seinem ohnehin schon großen Verantwortungsbereich - Schilling ist in diversen Gremien auf Landes- und Bundesebene aktiv - auch die Geschäfte des ASB OV Hagenow/Ludwigslust e.V. Aus der angestrebten Fusion beider Ortsverbände soll ein neuer ASB Regionalverband hervorgehen, der in Südwestmecklenburg sämtliche Leistungen und Bereiche abdecken würde. Ein Ausblick, auf den man sich freuen darf: „Wenn ich daran denke, dass wir mit sechs Leuten angefangen haben und jetzt sind wir über 250 und bald sogar mehr als 400, dann macht mich diese Entwicklung sehr stolz. Wir können mit unseren wunderbaren Mitarbeitenden so unglaublich vielen Menschen in unserem Landkreis helfen. Es gibt nichts Schöneres für mich.“

Für seine besonderen Dienste wurde Michael Schilling 2010 mit dem Samariter-Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung innerhalb des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschlands. Über die Hälfte seines Lebens ist er bereits ein Teil der Hilfsorganisation - und sie von ihm. Sollte der Regionalverband kommen, ist er längst in seinem 30. Jahr beim ASB. Doch auch wenn für ihn damit das letzte Jahrzehnt seiner Arbeit beim ASB begonnen hat: Fertig ist Schilling, ein Samariter durch und durch, noch lange nicht.

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