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ASB-Landesverband MV e.V.

Neue Bundessprechende gewählt

„Der Bundesfreiwilligendienst ist eine Investition in die Zukunft!“ Klare Worte, kreative Ideen und neue Bundessprechende für die Zukunft des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) beim Kennenlern- und Vernetzungstreffen freiwillig Engagierter.

Am 27. Oktober trafen sich 41 freiwillig Engagierte, pädagogische Anleiter:innen und Begleitpersonen aus vier regionalen ASB-Gliederungen und der ASB Kinder- und Jugendhilfe aus Mecklenburg-Vorpommern im Familienkompetenzzentrum in Rostock. Für die Freiwilligen des neuen Jahrgangs war dieses von der Ehrenamtsstiftung MV geförderte Treffen nicht nur die Möglichkeit, sich überregional besser kennenzulernen, sondern auch, um sich zu aktuellen Themen auszutauschen.

Dabei bekamen sie mit Erik von Malottki (SPD), Mitglied des Bundestags und Kämpfer für Bildung, Familie und Demokratie, einen prominenten Diskussionspartner zur Seite gestellt. Er beantwortete alle Fragen der freiwillig Engagierten informativ, offen und ehrlich und gab zu verstehen, dass er nur durch diese Art Austausch wissen kann, welche Themen oder Veränderungen er im Bundestag auf den Weg bringen muss. Das wichtigste Thema des Tages sollten die geplanten Kürzungen im Bereich des BFD werden, gegen die Erik von Malottki im Bundestag an vorderster Front kämpft. „Der Vorschlag, ausgerechnet beim BFD zu sparen, war schlichtweg falsch. Ich sehe aber vor allem durch die Kampagnen und Petition der letzten Monate eine Chance, die Einsparungen im letzten Moment zu verhindern.“ Für Erik von Malottki ist klar: der BFD ist eine Möglichkeit, den bestehenden Fachkräftemangel zu bekämpfen und somit eine Investition in die Zukunft. Er machte dabei auf den bevorstehenden Aktionstag am 06.11. aufmerksam, der in ganz Deutschland als Protest gegen die möglichen Einsparungen stattfinden wird. „10 Leute im kleinen Anklam können manchmal mehr erreichen als Tausende im großen Berlin. Nur wer nichts tut, der hat schon verloren. Also: mischt euch ein! Nutzt eure Stimme!“

Diese motivierenden Sätze im Ohr entschlossen sich alle Beteiligten dazu, eine Strategie für den Aktionstag zu entwickeln und so wurde in Gruppen diskutiert, gemalt und gebastelt, um auch in M-V am 06.11. gegen die geplanten Kürzungen laut zu werden.

Zwei, die ihre Stimmen bereits genutzt haben, sind Anna Blanck und Marie Brennführer - Bundessprechende des Zyklus 2022/2023. In Hinblick auf die am Nachmittag stattfindende Wahl der neuen Sprechenden berichteten beide nach der Mittagspause über ihr Jahr als freiwillig Engagierte und ihre Erfahrungen als Bundessprechende. Beide jungen Frauen erwähnten, dass besonders der Austausch mit anderen Engagierten sehr prägend war und Anna dazu inspirierte, das Einrichten einer Anlaufstelle für Themen und Sorgen für freiwillig engagierte Personen auf den Weg zu bringen. Marie beteiligte sich am Protest gegen die oben erwähnten Einsparungen und war eine der Petent:innen, die der Öffentlichkeit und dem Bundeshaushaltsausschuss die Wichtigkeit des BFD wieder bewusst gemacht hat. Der nächsten Sprechenden-Generation gaben Anna und Marie mit auf den Weg, diese Aufgabe als Chance zu sehen, etwas zu verändern und ihre Stimme zu nutzen, um denen eine Plattform zu geben, die andernorts kein Gehör finden.

Von Anna und Marie inspiriert, fanden sich drei Freiwillige, die sich zur Wahl als Vertreter der freiwillig Engagierten in Mecklenburg-Vorpommern stellten. Nach einer geheimen Wahl wurden Lucy Fay Balser und Theo Lengfeld als neue Bundessprechende des Zyklus 2023/2024 und Lara-Joy Engel als Stellvertreterin bekanntgegeben. „Ich war schon immer engagiert, Dinge zu verändern, Lösungen zu finden, diese umzusetzen und für alle zugänglich zu machen.“ erzählt Lucy nach der Wahl. Sie sei eine Macherin. Und auch Theo möchte Probleme über die Landesgrenzen hinaus ansprechen, um von anderen Perspektiven profitieren zu können. „Außerdem möchte ich die aktuellen Projekte weiter voranbringen, damit die Arbeit unserer Vorgänger:innen nicht im Sande verläuft.“

Mit der Staffelstabübergabe an die neuen Sprechenden endete das Kennlern- und Vernetzungstreffen. Und weil der Stab ein wenig aussieht wie ein Zauberstab, verabschiedet Stephanie Schrang vom ASB-Landesverband alle Teilnehmenden mit den Worten: „In diesen Zeiten können wir alle ein bisschen Magie brauchen.“

 

Text: Reingard Backhaus / ASB-Landesverband