Demokratie, Verantwortung und richtungsweisende Entscheidungen
Die Landeskonferenz 2026

Delegierte beim Wählen des neuen Vorstandes.
Foto: ASB-Landesverband MVRund 70 Delegierte und Gäste aus den regionalen Gliederungen des ASB-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern kamen am Samstag in Warnemünde zur Landeskonferenz zusammen. Alle vier Jahre bildet dieses höchste beschlussfassende Gremium des Landesverbandes den Rahmen für wichtige Entscheidungen, Wahlen und die demokratische Mitgestaltung der Zukunft unseres Verbandes.
Vor der beeindruckenden Hafenkulisse Warnemündes standen zunächst die vergangenen vier Jahre im Mittelpunkt. Die Delegierten befassten sich mit den Berichten des Landesvorstandes, würdigten die geleistete Arbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen, beschlossen die Entlastung der Gremien und zeichneten engagierte Samariterinnen und Samariter für ihren Einsatz aus.
Ein besonderer Moment war die Verabschiedung von Wiebke Wegner aus dem Landesvorstand. Nach vielen Jahren engagierter und prägender Arbeit wurde sie von den Delegierten und Gästen mit großem Dank verabschiedet. Landesgeschäftsführer Mathias Wähner würdigte ihre Verdienste mit sehr persönlichen Worten und bezeichnete sie als „seinen Gradmesser, der ihm schmerzlich fehlen wird“.
Ebenfalls verabschiedet wurde Dr. Andrea Rittiger. Nach mehr als 40 Jahren engagierter Tätigkeit für die ASB Kinder- und Jugendhilfe gGmbH war sie Ende 2025 in den Ruhestand gegangen. Mit ihrem fachlichen Anspruch, ihrem Einsatz für junge Menschen und ihrer langjährigen Verbundenheit zum ASB hat sie die Kinder- und Jugendhilfe in Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig geprägt. Die Landeskonferenz nutzte die Gelegenheit, ihr für ihr außergewöhnliches Wirken und ihre jahrzehntelange Treue zum ASB herzlich zu danken.
Im Mittelpunkt der Konferenz standen zudem die turnusmäßigen Wahlen. Für die kommenden vier Jahre wurden gewählt:
Landesvorstand
- Sebastian Schnabel (Vorsitzender)
- Ina-Maria Ulbrich (stellvertretende Vorsitzende)
- Alexander Gries
- Katrin Albrecht
- Cora Hauptvogel
Landeskontrollkommission
- Peter Zemelka
- Stephan Lutz
Neben den Wahlen setzte die Landeskonferenz auch inhaltlich ein deutliches Zeichen. Einstimmig beschlossen die Delegierten eine Satzungsänderung, die die Zahl der Delegierten künftig unabhängig von den Mitgliederzahlen der einzelnen Gliederungen regelt. Künftig entsendet jede Gliederung sieben Delegierte zur Landeskonferenz.
Mit dieser Entscheidung unterstreicht der ASB Mecklenburg-Vorpommern sein Verständnis von demokratischer Teilhabe, Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt innerhalb des Verbandes. Die Delegierten machten deutlich: Die Stärke einer Gliederung bemisst sich nicht allein an ihrer Größe, sondern ebenso an ihrem Engagement, ihrer Verantwortung und ihrem Beitrag für die Menschen vor Ort.
Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde, einen entsprechenden Antrag zur Bundeskonferenz einzubringen. Ziel ist es, die Diskussion über eine ausgewogene Vertretung der Landesverbände auch auf Bundesebene voranzubringen. Denn auch dort sollte die Möglichkeit zur Mitgestaltung nicht ausschließlich von Mitgliederzahlen abhängen. Die Delegierten des ASB Mecklenburg-Vorpommern setzen damit ein klares Zeichen für eine Verbandsdemokratie, die unterschiedliche Perspektiven einbindet und allen Landesverbänden eine starke Stimme gibt.
Die Landeskonferenz 2026 hat damit nicht nur personelle Weichen gestellt, sondern auch ein starkes Signal für gelebte Demokratie, Teilhabe und Zusammenhalt im ASB gesendet – in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus.

