Samariterin Birgit Waniorek wird Frau des Jahres MV
Engagement, das Menschen stärkt

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig überreicht Birgit Waniorek den Preis "Frau des Jahres"
Foto: ASB-Landesverband MVFreitagabend wurde in der Hochschule für Musik und Theater Rostock eine Frau ausgezeichnet, die seit Jahren dafür sorgt, dass Menschen in Notsituationen nicht hilflos bleiben: Birgit Waniorek, Mitarbeiterin des ASB Regionalverband Süd-West-Mecklenburg e.V., ist Mecklenburg-Vopommerns „Frau des Jahres“.
Der Preis würdigt Frauen, die Verantwortung übernehmen, andere stärken und unsere Gesellschaft voranbringen. Genau dafür steht Birgit – mit Fachwissen, Leidenschaft und einer Energie, die weit über das Erwartbare hinausgeht.
Beim ASB Süd-West-Mecklenburg gestaltet sie als Ausbildungsleitung für die Breitenausbildung im Bevölkerungsschutz und als ehrenamtliche Koordinatorin zentrale Aufgaben der Krisenvorsorge. Sie organisiert, vernetzt, motiviert und bildet aus – Menschen, die im Ernstfall wissen, wie sie helfen können. In ihren Kursen lernen Bürgerinnen und Bürger nicht nur Erste Hilfe, sondern auch Selbstschutz und richtiges Handeln in außergewöhnlichen Lagen.
Was dabei entsteht, ist mehr als Wissen: Es ist Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit.
Viele Ehrenamtliche im Bevölkerungsschutz haben durch sie den Weg zum Engagement gefunden. Birgit begleitet sie, stärkt sie und schafft Strukturen, in denen freiwilliges Engagement wachsen kann. Wer mit ihr arbeitet, spürt schnell: Hier geht es nicht nur um Organisation – hier geht es um Menschen.
Ihr Engagement zeigt sich dabei immer wieder auch in ungewöhnlichen Ideen, mit denen sie Menschen für Erste Hilfe und Krisenvorsorge begeistert. Ein Beispiel dafür sorgte sogar bundesweit für Aufmerksamkeit: ein Weltrekordversuch in der Reanimation. 251 Menschen beteiligten sich daran und führten auf dem Marktplatz 50 Stunden lang ohne Unterbrechung eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durch – damals ein neuer Weltrekord. Doch auch hier ging es nie um den Rekord allein. Ziel der Aktion war es, Menschen die Angst vor der Ersten Hilfe zu nehmen und zu zeigen, dass jede und jeder im Notfall handeln kann. Ein kreativer, mutiger Weg, um genau das zu erreichen, was die Vellahnerin antreibt: Menschen zu befähigen, Leben zu retten.
Dass dieses Engagement bereits über die Region hinaus wahrgenommen wird, zeigte sich schon im vergangenen Jahr: Der ASB Bundesverband zeichnete das von ihr mit aufgebaute EHSH-Team des Regionalverbands als „Freiwillige des Monats“ aus und würdigte damit den besonderen Einsatz für Krisenvorsorge und Hilfe zur Selbsthilfe. Die heutige Auszeichnung unterstreicht einmal mehr, welche Wirkung dieses Engagement entfaltet.
Beim Festakt würdigten zahlreiche Gäste diese außergewöhnliche Leistung. Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte die Bedeutung von Frauen, die Verantwortung übernehmen und unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten. „Starke Frauen machen unser Land stärker“, sagte sie und verwies damit auf das Engagement von Frauen, die mit Kompetenz, Mut und Tatkraft Verantwortung für andere übernehmen.
Die Laudatio hielt Jacqueline Bernhardt, Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz, die das außergewöhnliche Engagement von Birgit Waniorek für den gesellschaftlichen Zusammenhalt würdigte.
Dass diese Auszeichnung unmittelbar vor dem Internationalen Frauentag verliehen wird, verleiht ihr zusätzliche Symbolkraft. Denn Birgit Waniorek steht exemplarisch für das, was unsere Gesellschaft stark macht: Engagement, Fachkompetenz und die Fähigkeit, andere zu ermutigen, selbst Verantwortung zu übernehmen.
Auch innerhalb des ASB ist der Stolz heute groß. Denn die Arbeit der frisch gebackenen Preisträgerin steht exemplarisch für das, was den Verband ausmacht: Hilfe zur Selbsthilfe, gelebtes Ehrenamt und Menschen, die Verantwortung füreinander übernehmen.
Mit der Auszeichnung „Frau des Jahres Mecklenburg-Vorpommern“ erhält dieses Engagement nun eine weitere Bühne, die es verdient.
Und vielleicht lässt sich das, was Birgit Waniorek auszeichnet, am besten mit einem Satz beschreiben, der diesen Abend geprägt hat: Menschen retten Leben – aber zuerst müssen sie lernen, dass sie es können.
Herzlichen Glückwunsch, Birgit. Danke für alles, was du möglich machst.
Fotos: ASB - Reingard Backhaus

